Donnerstag, 29. September 2011

Kamakura

Im Moment habe ich recht viel für die Uni zu tun, darum hat es leider etwas gedauert, bis ich wieder einen Eintrag hier mache. Ich hoffe, dass die Photos ein wenig für die Wartezeit entschädigen.

Nun also erstmal zu letztem Sonntag, dem 25.09.:
Da ging es zum ersten Mal über Tokyo hinaus, in das ca. anderthalt Stunden entfernte Kamakura, in dem es endlich mal wieder etwas mehr Natur und viele bedeutende Tempel zu sehen gab. Wir waren insgessamt zu sechst. Ich, Martina, Caro, Susan, eine amerikanische Freundin von Caro und zwei japanische Freundinnen der beiden. Wir sind recht früh losgefahren und waren dann am Vormittag zunächst im hügeligen Norden von Kamakura. Angefangen haben wir dort mit dem Engaku-ji (ji bzw tera 寺 steht immer für einen buddhistischen Tempel), einem wichtigen Zen-Tempel, der ziemlich weitläufig und echt schön ist.






Zwischendrin haben wir eine kleine Pause gemacht und einen-leckeren Matcha-Tee getrunken (das ist der Tee, der auch bei der Teezeremonie verwendet wird).Es waren zwar schon einige Touristen da, aber da das Gelände so groß ist, hat man das kaum gemerkt und es war schön ruhig und angenehm.

Anschließend waren wir in einem kleineren, aber ebenfalls sehr schönen Tempel, dem Tokei-ji.
Hier eine Statue des Kannon-Bosatsu (die meisten Begriffe werde ich nicht erklären, weil das meistens länger dauern würde und auch nicht unbedingt immer nötig ist, wenn ihr was wissen wollt, könnt ihr mich gerne fragen):


Danach haben wir erstemal in der Stadt zu Mittag gegessen. Später sind wir Richtung Süden gefahren und waren nach einen kurzen Fußweg beim Daibutsu, dem Großen Buddha von Kamakura. Es hätte auch einen schönen Wanderweg dahin gegeben, aber den heben wir uns für den Herbst auf, denn es gibt in Kamakura noch viel zu sehen. Beim Daibutsu war es leider nicht mehr so ruhig und angenehm, wie bei den beiden Tempeln zuvor, denn es waren sehr viele Touristen da. Aber davon abgesehen, ist der Daibutsu wirklich beeindruckend und schön. Die Statue ist ca. 13 Meter hoch und wurde 1252 (!) errichtet.


Kamakura liegt direkt am Meer und wir sind daher anschließend ein Stück weiter zur kleinen Insel Enoshima gefahren, auf die eine Brücke vom Festland aus führt. Wir saßen ein weilchen am Strand und sind dann noch zum Schrein (Ein Schrein ist vereinfacht gesagt, die Verehrungsstätte einer japanischen Gottheit, davon gibt es viele verschiedene Formen, einige sind groß und bedeutend, aber es gibt auch unzählige kleine lokale Schreine. Z.B. gibt es gleich in meiner Nähe zwei kleien Schreine am Straßenrand, von denen ich bei Gelegenheit auch noch Photos reinstelle.) der Insel hochgelaufen.
Am Ende gings wieder zurück und wirs sind ziemlich müde in den Zug gestiegen und zuhause bin ich sofort ins Bett gefallen, aber es war ein wunderschöner Tag und ich habe viele tolle Photos gemacht.

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